im zweiten Teil unserer Newsletter-Miniserie „Erkältung“ steht der Husten im Mittelpunkt. Ist er sinnvoll oder einfach nur lästig, welche Faktoren spielen eine Rolle und mit welchen pflanzlichen und homöopathischen Wirkstoffen kann der natürliche Heilungsprozess während eines Infektes unterstützt werden?
Schleimproduktion als Abwehrmaßnahme
Bei einer Infektion wird – durch das Immunsystem gesteuert – vermehrt Schleim produziert, um mit Hilfe der Flimmerzellen eingedrungene Viren und Bakterien nach draußen zu transportieren. Wie dieser Mechanismus gesteuert wird, haben Forscher der Universität des Saarlandes und der Universität Gießen untersucht. Die Makrophagen in der Schleimhaut der Luftröhre regen die Freisetzung von Succinat an, das als Botenstoff bzw. Gefahrensignal für die verstärkte Schleimproduktion dient (1). Der Hustenreflex gewährleistet letztendlich das Abhusten des Schleims.
Durch eine Verflüssigung von zähem Schleim und zur Steigerung der Produktivität des Hustens kommen als pflanzliche Wirkstoffe beispielsweise Efeu, Thymian und Primel zum Einsatz. Als homöopathische Mittel sind Antimonium tartaricum, Rumex oder auch Coccus cacti geeignet.
Die Cochenillelaus (Dactylopius coccus) ist als Ausgangsstoff für den roten Farbstoff Karmin in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie bekannt. In der Homöopathie wirkt sie als Coccus cacti nach John H. Clarke ganz besonders auf Schleimhäute, z.B. bei Husten mit zähem, fadenziehendem Schleim (2).
Trockener Husten durch gereizte Rezeptoren
Besonders zu Beginn eines Infektes kann es zu einem unproduktiven trockenen Reizhusten kommen, der als besonders quälend empfunden wird. Hierbei hat die Schleimproduktion als Abwehrmaßnahme durch das Immunsystem noch nicht begonnen, dennoch senden die Nervenfasern der entzündeten und ausgetrockneten Schleimhäute regelmäßig Signale zum Hustenzentrum im Gehirn. Besonders wichtig zur Linderung ist daher die Befeuchtung durch ein geeignetes Raumklima, warme Getränke (evtl. mit etwas Honig) und die Anregung der Speichelproduktion (Hustenpastillen).
Drosera (Sonnentau), Belladonna (Tollkirsche) und Aconitum napellus (Eisenhut) sind klassische homöopathische Wirkstoffe bei trockenem Reiz-husten. John H. Clarke beschreibt als Haupt-merkmal des Sonnentaus einen spasmodischen (krampfartigen) Husten, der dem Keuchhusten ähnelt. Aber auch Kitzelhusten, Heiserkeit und Reizhusten gehören zum Arzneimittelbild von Drosera (2).
Abb. 2. und 3.: Aconitum napellus und Drosera
Wenn der Reiz zum Krampf wird
Der Übergang von Reizhusten zu krampfartigem Husten ist fließend. Bei anhaltenden wiederholten Hustenstößen werden diese oft als krampfartig empfunden, auch wenn physiologisch eher bei Pertussis (Keuchhusten), Pseudokrupp, Asthma bronchiale oder spastischer Bronchitis von echtem Krampfhusten gesprochen wird. Dabei spielen Schwellungen, zähflüssiger Schleim und eine Verkrampfung der Bronchialmuskulatur die Hauptrollen. Pflanzliche Präparate mit Thymian, Efeu und Süßholz wirken krampflösend und beruhigend. Homöopathisch wird Ipecacuanha (Brechwurz) bei krampfartigem Husten mit Übelkeit und Brechreiz verwendet. Hyoscyamus, das Bilsenkraut, findet insbesondere Anwendung bei trockenem, kitzelndem oder spastischem Reizhusten mit nächtlichen Anfällen, Heiserkeit und Verschlechterung im Liegen.
Kupfer gilt in der Homöopathie und der paracelsischenb Medizin als das Krampfmetall, es wirkt entspannend und harmonisierend. Als Cuprum metallicum oder Cuprum aceticum wird es bei Migräne, Menstruations-oder Magen‐Darm-Krämpfen und auch bei krampfartigem Husten eingesetzt.
Abb. 4. und 5.: Hyoscyamus und Cuprum aceticum
metatussolvent® Hustentropfen – natürlich kompetent In metatussolvent® sind vier der oben beschriebenen Wirkstoffe kombiniert, um die Behandlung von Husten im Rahmen einer Infektion der oberen Atemwege zu unterstützen. Es werden dabei sowohl ein krampfartiger, trockener Reizhusten als auch ein produktiver Husten mit zähem Schleim von den Arzneimittelbildern der Inhaltsstoffe abgedeckt.
Ergebnisse aus der Praxis:
In der Erkältungssaison 2018/2019 wurden 404 Kasuistik-Fragebögen ausgewertet. Die Ergebnisse zur Wirksamkeit und Verträglichkeit haben wir in einer Fachkreisinformation zusammengefasst, die hier heruntergeladen werden kann.
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Bei Fragen zu den metatussolvent® Hustentropfen oder unseren weiteren Produkten ist unser Team unter Telefon 05041 9440-10 oder per E-Mail unter [email protected] für Sie da.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr meta Fackler Team
Quellen:
(1) Prof. Dr. Frank Zufall; Universität des Saarlandes; Wie wehrt der Körper Atemwegserkrankungen ab?
Forscherteam entdeckt neuen Mechanismus; 08.03.2023;
https://www.uni-saarland.de/en/news/atemwegserkrankungen-neuer-mechanismus-26935.html ; zuletzt abgerufen am 27.11.2025
(2) Vint, Peter; Der neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker, Band 3; Dr. Grohmann GmbH, Verlag für homöopathische Literatur, Bielefeld; 1996