Was sind Komplexmittel?


Behandlungen mit Einzelmitteln sind bis auf wenige Ausnahmen dem auf Homöopathie spezialisierten Arzt oder der auf Homöopathie ausgerichteten Naturheilpraxis vorbehalten. Hier muss die Persönlichkeit des Patienten sehr genau analysiert und ausgewertet („repertorisiert“) werden, um das für den Patienten „richtige“ Mittel auszuwählen. Die Arzneimittelfindung ist sehr umfassend und dauert oft lange.

 

Es gibt jedoch auch viele homöopathische Mittel, die sich auf ein Organ und seine Funktion beziehen. Diese nennt man organotrope bzw. funktionotrope Mittel. In der Selbstbehandlung von leichteren Beschwerden setzt man solche Mittel – häufig mehrere in Kombination – nach ihrem gemeinsamen Indikationsgebiet ein. Die Kombinationsarzneimittel oder „Komplexmittel“ enthalten mehrere in die gleiche Richtung zielende homöopathische Wirkstoffe, die damit einen positiven Beitrag zum beschriebenen Anwendungsgebiet beitragen. 


Beispiel: Grippaler Infekt

Die Bestandteile von metavirulent

Ein grippaler Infekt, den man volkstümlich Grippe nennt, beinhaltet meist folgende Symptome: leichtes Fieber, Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen. Bei den allerersten Anzeichen eines grippalen Infekts kann ein homöopathisch aufbereiteter Virenstamm, z. B. Influencinum, hilfreich sein. Oft kann man damit den Ausbruch eines Infekts sogar verhindern. Bei plötzlichem Beginn mit Fieber, das rasch ansteigt, ist Aconitum napellus, der Eisenhut, das richtige Mittel. Ferrum phosphoricum, zu Deutsch Eisenphosphat, gilt als gutes Fieber- und Entzündungsmittel, das im akuten und weniger akuten Stadium angezeigt ist. Infekte, die mit Schleimhautreizungen und Appetitlosigkeit verbunden sind, sprechen gut auf den gelben Enzian, Gentiana lutea, an. Leidet der Betroffene unter starkem Fließschnupfen, ist die Schwammgurke, Luffa operculata, das Mittel der Wahl. Gelsemium sempervirens, gelber Jasmin, kann gegeben werden, wenn dumpfe starke Kopfschmerzen das Hauptsymptom des grippalen Infekts sind. Der Betroffene fühlt sich „wie betäubt“, fröstelt, zittert, ist schlapp und schläfrig. Das Indikationsgebiet der rechtsdrehenden Milchsäure, Acidum sacrolacticum, sind Muskel- und Gliederschmerzen, und von Veratrum album, der weißen Nieswurz, Kreislaufschwäche bei grippalen Infekten. Alle diese Bestandteile leisten so ihren positiven Beitrag zum Anwendungsgebiet „grippaler Infekt“ und sind als Mischung im Komplexmittel metavirulent® enthalten. Zum Produkt oder zur Produkt-Homepage.


Einsatz homöopathischer Komplexmittel

In der Selbstmedikation mit Homöopathika wird gerne zu Komplexmitteln gegriffen. Diese ist jedoch nur angezeigt bei Krankheitserscheinungen, die

  • keine ärztliche Hilfe erfordern,
  • dem Laien bekannt
  • und leicht zu erkennen sind.

Eine Warnung muss in diesem Zusammenhang allerdings ausgesprochen werden:

Wenn es im Laufe der Selbstmedikation zu keiner Besserung kommt oder sich die Symptome gar dramatisch verschlechtern, muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden! Es besteht die Gefahr, dass sich hinter den Symptomen eine ernstzunehmende Krankheit verbirgt.


Pflichtangaben

metavirulent® Mischung. Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: grippale Infekte. Hinweis: Bei Fieber, das länger als 3 Tage anhält oder über 39 °C ansteigt, sollte ein Arzt aufgesucht werden. metavirulent® Mischung enthält 37 Vol.-% Alkohol. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt  oder Apotheker. meta Fackler Arzneimittel GmbH, Philipp-Reis-Str. 3, D-31832 Springe. (01/15)