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meta im Blick 13.01.2026

Liebe Interessierte der Naturheilkunde,

 

der letzte Teil unserer Newsletter-Miniserie „Erkältung“ beleuchtet das kindliche Immunsystem bei Erkältungskrankheiten. Da auch hier der Satz „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“ gilt, sollen Unterschiede und Besonderheiten herausgestellt werden.

 

Vom Nestschutz ins Trainingslager

Neugeborene erhalten ihren Nestschutz mit Hilfe einer passiven Immunisierung durch die Mutter. Antikörper und Defensine (antimikrobielle Peptide) werden vor der Geburt über die Plazenta und danach beim Stillen auf das Kind übertragen, um sie vor Infektionen zu schützen. Durch den Kontakt mit Erregern wird ab der Geburt gleichzeitig eine aktive Immunität aufgebaut – das kindliche Immunsystem kann so in den ersten Lebensjahren Schritt für Schritt trainiert und verbessert werden. Acht bis zwölf Erkältungen im Jahr bis zum Schulalter gelten bei Kindern als normal, wobei insbesondere der Eintritt in die Krippe oder die KiTa oft eine besondere Herausforderung darstellen.

 

Reaktionen sind häufiger und heftiger

Nicht nur die Anzahl der Infekte, sondern auch die Intensität unterscheidet sich von Erwachsenen. Gleichzeitig sind sie wichtig, um Abwehrmechanismen aufzubauen und das System nachhaltig reifen zu lassen. Da das Immunsystem viele der über 200 verschiedenen Erkältungserreger noch nicht kennt, verlaufen gerade die ersten Infekte oft ausgeprägter, mit stärkerem Schnupfen, Husten und allgemeiner Beeinträchtigung. Fieber tritt bei Kindern wesentlich häufiger auf als bei Erwachsenen und kann teils höher ansteigen; dies ist meist Ausdruck einer aktiven Immunantwort und nicht automatisch ein Warnsignal für eine schwere Erkrankung. Vorsicht ist geboten, wenn Fieber über 39 Grad weiter steigt oder länger anhält. 

 

Da die Schleimhäute der oberen Atemwege als zentrale Abwehrbarriere bei Kindern anatomisch enger und funktionell leichter zu beeinträchtigen sind, können sich Erkältungen außerdem schneller auf das Mittelohr (Otitis media) oder die Bronchien (akute Bronchitis) ausbreiten. Erst nach dem KiTa- und Grundschulalter hat das Immunsystem der Kinder mit den häufigsten Erregern Bekanntschaft gemacht. Danach nimmt die Infekthäufigkeit deutlich ab und das Abwehrsystem ist in weiten Teilen mit dem eines Erwachsenen vergleichbar.

 

Homöopathische Behandlung von Infekten bei Kindern

Symptome leichter Infekte ohne hohes Fieber wie Triefnasen sind vor allem lästig. Sie stören beim Spielen oder die Verabredung mit dem Spielkameraden muss abgesagt werden. 

Hier können homöopathische Komplexmittel helfen, Linderung zu verschaffen, ohne in den natürlichen Prozess einzugreifen. metaglobiflu Erkältungsglobuli enthalten sechs aufeinander abgestimmte Wirkstoffe, die sich abmildernd auf die Erkältungs-symptomatik auswirken können. In der Darreichungsform Globuli sind diese leicht einzunehmen und praktisch für unterwegs.

Packshot metaglobiflu mit Bestandteilenm

Aconitum und Belladonna sind bekannte Akutmittel für fieberhafte Infekte und der als 

Urtinktur enthaltene Inhaltsstoff Echinacea unterstützt die körpereigenen Abwehrkräfte. 

Cinchona pubescens, die Chinarinde, ist als Mittel bei großer Schwäche und Mattigkeit 

bekannt. Drosera deckt den schmerzhaften, trockenen Erkältungshusten ab, der gerade 

nachts als sehr quälend empfunden werden kann. Das mineralische Herzstück Phosphorus ist vor allem bei Heiserkeit und hartem, trockenem und schmerzhaftem Husten angezeigt, sowie bei Kitzelhusten und Krupp in Verbindung mit Bronchitis. Aber auch ein wechselnder Fließ- und Stockschnupfen findet sich in der Materia medica.

 

Liebe und Husten kann man nicht verstecken (Ovid 43 v.–17 n. Chr.)

Neben Schnupfen, Hals- und Kopfschmerzen steht bei Kindern häufig Husten im Vordergrund, der am Einschlafen hindert und oft der ganzen Familie unruhige Nächte beschert. Während sich der Infekt bei Erwachsenen und Jugendlichen häufig auf die oberen Atemwege beschränkt, leiden Kinder hingegen eher an einem starken Reizhusten, der abends durch trockene Heizungsluft noch verstärkt werden kann. Neben den metaglobiflu Erkältungsglobuli, in deren Zusammensetzung ebenfalls der Aspekt des Reizhustens besonders berücksichtigt wurde, kann als weitere Therapieoption an die metatussolvent Hustentropfen gedacht werden, die wir im vorherigen Teil dieser Serie ausführlicher beschrieben haben. 

Die Kombination aus Drosera, Hyoscyamus, Coccus cacti und dem Krampfmetall Cuprum aceticum zielt insbesondere auf einen trockenen und krampfartigen Reizhusten ab, kann aber durch Coccus cacti auch als Solvens bei zähem, sekretreichem Husten hilfreich sein. metatussolvent® Hustentropfen sind für alle Altersklassen zugelassen.

Pakshot metatussolvent mit Bestandteilen

Dosierung homöopathischen Arzneimitteln für Kinder
An dieser Stelle möchten wir einen kurzen Exkurs zur Dosierung homöopathischer Arzneimittel bei Kindern geben. Bei Einzelmitteln, die überwiegend in der Darreichungsform Globuli angeboten werden, wird in der Praxis selten diskutiert, ab welchem Alter sie angewendet werden können. Hebammen sowie naturheilkundlich tätige Kinderärztinnen und -ärzte behandeln auch Säuglinge – entweder direkt oder indirekt über die Muttermilch. Für diese Einzelmittel sind in der Gebrauchsinformation häufig keine festen Dosierungsangaben enthalten, da die Gabe individuell angepasst wird. Wenn Dosierungen angegeben sind, orientieren sie sich in der Regel an den Empfehlungen der Kommission D: Kinder zwischen 6 und 12 Jahren erhalten 2/3 der Erwachsenendosierung, Kinder zwischen 1 und 5 Jahren die Hälfte und Säuglinge bis zum vollendeten 1. Lebensjahr nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt 1/3 der Erwachsenendosierung.


Bei homöopathischen Komplexmitteln stellt sich die Situation anders dar. Im Rahmen der Nachzulassungsverfahren wurden für diese Präparate häufig Studiendaten gefordert, um Dosierungsempfehlungen auch für jüngere Altersgruppen in die Gebrauchsinformation aufnehmen zu dürfen. Konnten entsprechende Daten nicht vorgelegt werden, wurde häufig folgender Hinweis ergänzt:
„Zur Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern unter … Jahren liegen keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen vor. Es soll deshalb bei Kindern unter … Jahren nur nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt angewendet werden.“
Je nach Zeitpunkt des Verfahrens, zuständigem Sachbearbeiter oder Produkt bezog sich dieser Hinweis auf Kinder unter 6, unter 12 oder in neueren Fällen unter 18 Jahren.


Die Anwendung eines Komplexmittels bei Kindern unterhalb dieser Altersgrenze stellt formal einen sogenannten Off-Label-Use dar. Dies bedeutet jedoch zunächst lediglich, dass die Anwendung nicht durch entsprechende Studiendaten im Rahmen der Zulassung bzw. Nachzulassung abgesichert ist – nicht, dass sie grundsätzlich unzulässig oder medizinisch kontraindiziert wäre. Besteht aufgrund der enthaltenen Wirkstoffe eine tatsächliche Kontraindikation für bestimmte Altersgruppen, etwa aus toxikologischen Gründen, wird diese ausdrücklich in den Anwendungsbeschränkungen oder Gegenanzeigen aufgeführt.

Die behördlich genehmigten Dosierungen für unsere Erkältungsprodukte metaglobiflu und metatussolvent sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst. Laut Gebrauchsinformation ist bei Kindern unter 6 Jahren (metaglobiflu) bzw. unter 12 Jahren (metatussolvent) Rücksprache mit einem Arzt zu halten, auch wenn bei metatussolvent für Säuglinge und Kleinkinder eine konkrete Dosierung angegeben werden darf.

 

Dosierung metaglobiflu
Bei akuten Zuständen: Alle halbe bis ganze Stunde, höchstens 6mal täglich
Kinder von 6-12 Jahren je 3 Globuli
Jugendliche ab 12 Jahren je 5 Globuli
Erwachsene je 5 Globuli

Bei länger andauernden Verlaufsformen: 

1-3mal täglich

Kinder von 6-12 Jahren je 3 Globuli
Jugendliche ab 12 Jahren je 5 Globuli
 Erwachsene  je 5 Globuli
Dosierung metatussolvent® Hustentropfen 
 Säuglinge
(bis 1 Jahr)
 1-2 Tropfen (halb-)stündlich, 
bis 6x tägl.
Kleinkinder 
(2-5 Jahre)
2-3 Tropfen (halb-)stündlich,
bis 6x tägl.
Kinder 
(6-11 Jahre)
3-4 Tropfen (halb-)stündlich,
bis 6x tägl.

Jugendliche 
(ab 12 Jahren)

u. Erwachsene

akut: 5 Tropfen (halb-)stündlich,
bis 6x tägl.

chronisch: 5 Tropfen 1–3x tägl.


Möchten Sie Ihren Patienteninfos zu metaglobiflu Erkältungsglobuli, metatussolvent® Hustentropfen oder metavirulent® an die Hand geben? Hier können Sie unsere akuellen Patientenratgeber herunterladen. Auf Anfrage schicken wir Ihnen auch einige Exemplare als Druckversion zu.


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